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DRK-Kreisverband Emmendingen e.V.
Projekt AGIRE

Freiburgerstr. 12
79312 Emmendingen

Tel. Projektleitung 
Erwin Hildebrandt:
07641-4601 94

Mail: agire[at]drk-emmendingen[dot]de

 

„Assessment Ü40“

Die Ausschreibungen für unser Projekt AGIRE sehen als Kernaufgabe unter anderem ein „Assessment Ü40“ vor.
Laut Wikipedia ist der Begriff Assessment aus dem Englischen abgeleitet und steht für Bewertung, Beurteilung oder Einschätzung. In unserem Fall geht es um eine „Erfassung von psychologischen und anderen Merkmalen zu einem praktischen Zweck“.
„Ü40“ definiert den Schwerpunkt der Maßnahme auf den Personenkreis der über 40-jährigen, wobei natürlich auch jüngere Kolleginnen und Kollegen von einer solchen Einschätzung profitieren.

Aufgrund der Sensibilität dieser Maßnahme holten wir uns Rat bei den Fachleuten. Beim Institut für Psychologie der Uni Freiburg Abt. Wirtschaftspsychologie wurden wir schließlich fündig. Und nicht nur das! Obwohl solche Assessments in der Wirtschaft und im Gesundheitswesen längst üblich sind, gibt es für den Rettungsdienst überhaupt keine Erhebungen! Daher war man von dem Thema so angetan, dass Frau Professorin Anja Göritz die Erstellung einer Bachelor- oder Masterarbeit hierzu befürwortete.
Nun haben wir also das Glück, uns in einer Win-win-Situation wiederzufinden: Unser Assessment Ü40 wird für junge Studierende zur Aufgabe, um eine wissenschaftliche Arbeit für einen akademischen Grad zu erstellen, und wir können ein professionelles Assessment auf höchstem wissenschaftlichem Niveau bieten.

Worum geht es dabei jetzt aber konkret?
Hierzu zitieren wir aus der Ausschreibung für die Arbeit: Rettungsdienstmitarbeiter/innen „sind vielfältigen… Beschwerden und körperlichen Belastungen ausgesetzt, die sie in ihrem Wohlbefinden und ihrer kurz- und langfristigen Leistungserbringung und Lebensqualität beeinträchtigen.“ Um „Ursachen aufzudecken und mögliche Gegenmaßnahmen zu empfehlen, werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Facetten der Persönlichkeit, des Arbeitsverhaltens und der Arbeitsbedingungen untersucht.“ Es sollen psychische und körperliche Belastungen reduziert und die Gesundheit damit erhalten bleiben. Hierzu werden differenzierte Gestaltungsempfehlungen erarbeitet.
Als Methoden kommen hierzu hauptsächlich Fragebogen, aber auch Interviews zum Einsatz.
Selbstverständlich werden alle dabei gewonnen Daten absolut anonym weiterverarbeitet!

Was haben die Teilnehmer davon?
Sie bekommen eine individuelle Analyse ihrer Arbeitsbelastung, ihrer Situation im Betrieb und der resultierenden Wechselwirkungen. Hieraus werden Vorschläge zum Umgang damit ausgearbeitet.
Schließlich bilden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit die Grundlage, für alle Rettungsdienstler die Arbeitsbedingungen künftig besser an die Erfordernisse anzupassen.
Die älteren Teilnehmer helfen also auch den Jüngeren, indem aufgrund der gewonnen Daten und Erkenntnisse die Verhältnisse besser an die Bedürfnisse angepasst werden können. Die jüngeren Teilnehmer haben die Möglichkeit, aktiv auf ihre Zukunft und ihre Situation im Betrieb Einfluss zu nehmen.

In zwei Auftaktveranstaltungen wird der Studienleiter, Herr Klose, allen Interessierten noch einmal genauere Informationen zum „Assessment“ geben.
Wir wünschen uns natürlich sehr viele Teilnehmer, egal ob Ü- oder U40, um nachhaltig auf die Entwicklung des Betriebs einzuwirken und den Umgang jeder/s Einzelnen mit seinen persönlichen Ressourcen zu optimieren. Mittel- und langfristig soll jeder von den selbst gewonnenen Erkenntnissen profitieren und dadurch seine Gesundheit erhalten und stärken.

 

 

27. August 2013 08:58 Uhr. Alter: 7 Jahre