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Führungskräfteseminar zum Thema Burnout

Foto: DRK Emmendingen

Foto: DRK Emmendingen

Im Anschluss an den ersten Fortbildungstag zum Thema „gesunde Führung“ konnten die Führungskräfte des Rettungsdienstes am 31. Januar an einem Seminar „Burnout – Erkennen und Prävention“ teilnehmen. 

Die aktuellen Diskussionen in den Medien über Burnout nehmen kein Ende. Dabei wird von der neuen Volkskrankheit oder einem Massenleiden der modernen Arbeitswelt ebenso gesprochen wie von einem „Jammern auf hohem Niveau“ (Spiegel).
Die Abgrenzung zu einer „normalen“ Depression und eine fehlende international akzeptierte Diagnose führen dabei nicht selten zu Unsicherheiten.
Dies wurde auch bei den genannten Erwartungen der Seminarteilnehmer/innen an die Fortbildungsveranstaltung deutlich. Neben einem frühzeitigen Erkennen einer Burnoutgefährdung bei sich selbst sowie bei Kolleginnen und Kollegen, wurde der Wunsch nach einer Abgrenzung zu anderen psychischen Erschöpfungsleiden deutlich genannt. 

Seminarleiter Herr Hebling von der AOK Baden-Württemberg versuchte daher zunächst Klarheit in die Begrifflichkeiten zu bringen und vermittelte Grundlagen der Stresstheorie, von verschiedenen Stressreaktionen im Körper bis zu langfristigen Folgen häufiger Stressbelastungen und Anzeichen für einen Burnout. 

Bei der individuellen Burnout- und Stressprophylaxe waren anschließend die Teilnehmer/innen gefordert, eigene Erfahrungen und Gedanken einzubringen. So wurden in Gruppenarbeit Fragen bearbeitet wie z.B. „Was macht mich zufrieden? Was empfinde ich bei der Arbeit positiv?, Welche Instrumente helfen mir Belastungen und Stress zu reduzieren? Dabei wurde deutlich, welchen Stellenwert die persönlichen Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Prävention haben.  

Neben der Problematik einer immer größeren Arbeitsverdichtung und oftmals schwer veränderbaren Rahmenbedingungen kommt den Vorgesetzten eine hohe Bedeutung in der Prävention zu. Es sollte eine Atmosphäre der Wertschätzung und Nähe zu den Mitarbeitern geschaffen werden. Gleichzeitig gilt es, individuell auf die Mitarbeiter einzugehen, Überlastungen und Veränderungen zu erkennen und anzusprechen, sowie soziale Unterstützung anzubieten.

Eine Arbeitsatmosphäre die von Wertschätzung und Nähe geprägt ist, kann somit einen hohen Beitrag zur Vermeidung eines Burnout leisten und fördert die Bereitschaft eines gefährdeten Mitarbeiters Hilfe anzunehmen.

10. Februar 2012 13:50 Uhr. Alter: 8 Jahre