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Kontakt

DRK-Kreisverband Emmendingen e.V.
Projekt AGIRE

Freiburgerstr. 12
79312 Emmendingen

Tel. Projektleitung 
Erwin Hildebrandt:
07641-4601 94

Mail: agire[at]drk-emmendingen[dot]de

 

Unsere Aktionen

Bild: DRK KV Emmendingen e.V.

Datenerfassung
Der Projektbeginn war zunächst von der Datenerfassung geprägt.
Um eine fundierte Basis für alle weiteren Projektplanungen zu erhalten, wurden grundlegende Daten, wie z.B. die Altersstruktur und Krankheitssituation der Mitarbeiter im Rettungsdienst erfasst und ausgewertet.


Mitarbeiterbefragung
Ein weiterer großer Schritt in der Datenerfassung war die Mitarbeiterbefragung, die durch die AOK Südlicher Oberrhein durchgeführt wurde.
Es ging hier um Aspekte und Sachverhalte in unserem Betrieb, die unsere Gesundheit beeinflussen. Der Fragebogen enthielt deshalb Fragen aus vielen Bereichen des Arbeitsumfelds, es wurden sowohl objektive Daten ermittelt wie auch das subjektive Empfinden abgefragt.
Die Ergebnisse wurden der Gesamtbelegschaft Ende November im Rahmen einer Veranstaltung durch einen Mitarbeiter des Auswertezentrums vorgestellt. Außerdem stehen die Ergebnisse allen Mitarbeiter/innen zur Verfügung.
Diese Daten sollen unter anderem die Basis für ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement in unserem Betrieb bilden.
Zum Ende des Projekts werden bei einer erneuten Befragung, die bis dahin erfolgten Veränderungen dokumentiert.


Projektwebseite
Schon im September ging unter http://agire.drk-emmendingen unsere Projektwebseite online. Sie dient als umfassendes Informationsportal über das gesamte Projekt und wird regelmäßig aktualisiert. Es sind dort z.B. eine Beschreibung des Projekts, Informationen zu Kooperationspartnern und Projektmitgliedern sowie Informationen über den Stand des Projekts und die aktuellen Aktionen bzw. Planungen zu finden.


Information und Austausch mit der Firma Sick AG Waldkirch
Auf Einladung der Firma Sick AG Waldkirch wurde dem Projektteam ein Einblick in das umfangreiche Gesundheitsmanagement der Firma Sick AG Waldkirch ermöglicht. Zunächst wurde über das Gesundheitsprojekt "LEGESA Lebenslang gesund arbeiten" referiert, welches gezielt die Probleme der demographischen Entwicklung zum Inhalt hat. Die Erfahrungen in der Projektarbeit, Möglichkeiten und Schwierigkeiten wurden aufgezeigt.
Trotz der sehr unterschiedlichen Betriebsstruktur und Arbeitsbereiche sind zahlreiche Parallelen, wie z.B. Schichtarbeit und die demographische Personalsituation etc. zu erkennen. Somit können wir von den langjährigen Erfahrungen der Sick AG in vielen Bereichen profitieren, Ideen für unsere betriebliche Gesundheitsförderung nutzen und Fehler vermeiden.
Aus dem Angebot eines regelmäßigen Austauschs des Projektteams mit den Mitarbeiter/innen der Firma Sick wurde mittlerweile eine feste Kooperation, die uns informative Einblicke in das umfangreiche Gesundheitsmanagement der Firma Sick ermöglicht.


Vorträge
Für die Mitarbeiter des Kreisverbandes wurde außerdem ein Vortrag des Betriebsarztes Dr. Jürgen Pietsch angeboten. Er referierte über die Chancen und Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung. Er ging dabei u.a. auf gesetzliche Vorgaben ein und wie sie positiv genutzt werden können, berichtete von praktischen Beispielen anderer Betriebe und stand Rede und Antwort.
Weiterhin ist Anfang 2012 ein Impulsvortrag zum Thema Motivation und Trainingslehre geplant. Er soll alle Mitarbeiter/innen ansprechen, die Interesse an Bewegung und Sport haben, mehr über Methodik und Trainingslehre wissen möchten und Anregungen und Impulse zur Bewegung suchen.


Schulungen für Führungskräfte
Im Dezember fand eine erste Schulung der Führungskräfte zum Thema "Gesunde Führung" statt. Wie aus diversen Studien bekannt ist, besteht eine direkte Korrelation zwischen Führungsverhalten und Fehlzeiten und somit Krankheiten. Diesem Umstand wollten wir durch eine zielgruppenorientierte Fortbildungsveranstaltung Rechnung tragen
Ziel der Veranstaltung war die Sensibilisierung der Führungskräfte für die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die Zufriedenheit und körperlichen Integrität der ihnen zugeteilten und anvertrauten Mitarbeiter/innen.
Diese Themenreihe zur gesunden Führung wurde am 31. Januar 2012 durch ein Seminar „Burnout - Erkennen und Prävention“ für den gleichen Personenkreis fortgesetzt. Dabei setzten sich die Teilnehmer vor allem mit möglichen Präventionsmaßnahmen und der Rolle der Führungskraft beim Thema Burnout auseinander.


Einführung von Gesundheitsbeauftragten
Bis Mitte Januar 2012 hatten Mitarbeiter/innen des Rettungsdienstes ohne bisherige Führungspositionen die Möglichkeit, sich für die Funktion von Gesundheitsbeauftragten zu bewerben.
Die nun sechs ausgewählten Gesundheitsbeauftragten werden aktiv am Aufbau eines Gesundheitsmanagement mitwirken sowie dieses nachhaltig weiter entwickeln. Während des Projektzeitraums werden sie auf ihre Aufgabe vorbereitet und erhalten verschiedene Ausbildungen zum Thema Gesundheitsmanagement. Sie werden dabei eng in das Projekt eingebunden sollen aber schon als eigenständige Gruppe Strukturen bilden, die eine Weiterführung der Projektarbeit ermöglichen.
Konkrete Aufgaben der Gesundheitsbeauftragten sind z.B.:
- Ansprechpartner für Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte in Gesundheitsfragen
- Einbindung in schon bestehende Bereiche wie z.B. Arbeitszirkel mit gesundheitsrelevanten Themen
- Mitwirkung und Förderung von betrieblichen Sportgruppen
- Unterstützung und Förderung von Mitarbeiterideen im Bereich Gesundheitsförderung, Hilfsmittel, etc.
- Nachhaltige Weiterentwicklung der Projektarbeit und des betrieblichen Gesundheitsmanagement


Planung von Gesundheitstagen
Für die kommende Projektlaufzeit werden für die Mitarbeiter/innen des Rettungsdienstes themengebundene„Gesundheitstage“ mit verschiedenen Vorträgen, Workshops und Fortbildungen geplant.
Es werden zu verschiedenen Themenbereichen wie Ernährung, Skelett- und Muskelerkrankungen, Kommunikation und Teamwork, psychische Belastungen sowie Bewegung, Sport und Entspannung Gesundheitstage stattfinden, die innerhalb der nächsten 2 Jahre in die Dienstplanung integriert werden.
Dabei fließen die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung selbstverständlich in die Auswahl der Themen mit ein.

Assessment Ü40
Die Ausschreibungen für unser Projekt AGIRE sehen als Kernaufgabe unter anderem ein „Assessment Ü40“ vor. Wir haben das Glück mit dem Institut für Psychologie der Uni Freiburg Abt. Wirtschaftspsychologie einen kompetenten Partner für die Durchführung gefunden zu haben.
Unser Assessment Ü40 wird nun für junge Studierende zur Aufgabe, um eine wissenschaftliche Arbeit für einen akademischen Grad zu erstellen, und wir können ein professionelles Assessment auf höchstem wissenschaftlichem Niveau bieten.
Worum geht es dabei jetzt aber konkret?
Hierzu zitieren wir aus der Ausschreibung für die Arbeit: Rettungsdienstmitarbeiter/innen „sind vielfältigen… Beschwerden und körperlichen Belastungen ausgesetzt, die sie in ihrem Wohlbefinden und ihrer kurz- und langfristigen Leistungserbringung und Lebensqualität beeinträchtigen.“ Um „Ursachen aufzudecken und mögliche Gegenmaßnahmen zu empfehlen, werden die komplexen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Facetten der Persönlichkeit, des Arbeitsverhaltens und der Arbeitsbedingungen untersucht.“ Es sollen psychische und körperliche Belastungen reduziert und die Gesundheit damit erhalten bleiben. Hierzu werden differenzierte Gestaltungsempfehlungen erarbeitet.
Als Methoden kommen hierzu hauptsächlich Fragebogen, aber auch Interviews zum Einsatz. 
Die Teilnehmer bekommen im Anschluss eine individuelle Analyse ihrer Arbeitsbelastung, ihrer Situation im Betrieb und der resultierenden Wechselwirkungen. Hieraus werden Vorschläge zum Umgang damit ausgearbeitet. Schließlich bilden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit die Grundlage, für alle Rettungsdienstmitarbeiter/innen die Arbeitsbedingungen künftig besser an die Erfordernisse anzupassen.