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Kontakt

DRK-Kreisverband Emmendingen e.V.
Projekt AGIRE

Freiburgerstr. 12
79312 Emmendingen

Tel. Projektleitung 
Erwin Hildebrandt:
07641-4601 94

Mail: agire[at]drk-emmendingen[dot]de

 

AGIRE Projektbeschreibung

Projektbeschreibung:

Das Projekt "AGIRE" erarbeitet Konzepte und Instrumente der Verhaltens- und Verhältnisprävention zur Vorbeugung und besseren Verarbeitung von psychischen und physischen Belastungen im Rettungsdienst.

Ziel ist es also ein umfassendes Konzept zur Gesundheitsförderung zu gestalten, welches Arbeitsbedingungen und individuelles Gesundheitsverhalten berücksichtigt.

Maßnahmenbereiche:

  1. Optimierung der Arbeitsabläufe zur Minderung physischer Inanspruchnahme
  2. Förderung der individuellen Führungskompetenzen im Umgang mit physischen und psychischen Belastungsfaktoren 
  3. Verbesserung der Einflussmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst.
  4. Weiterentwicklung der individuellen beruflichen Kompetenzen. 
  5. Personelle Verankerung der Gesundheitsförderung.

Mehrwert, Gender- Mainstreaming, Demografie und Nachhaltigkeit des Projektes:

In den fünf Maßnahmebereichen des Projektes werden auch in andere Arbeitsfelder und Organisationen übertragbare Handlungskonzepte entwickelt. Die Handlungskonzepte richten sich im Wesentlichen auf die gesundheitsfördernde Gestaltung von Arbeitsstrukturen und Arbeitsprozessen, die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und die Förderung spezifischer gesundheitsförderlicher Kompetenzen der Rettungsassistenten im Rettungsdienst. Hierin liegt auch der Mehrwert für den DRK Kreisverband Emmendingen und durch die Verbreitung der Projektergebnisse für andere im Rettungsdienst tätige Organisationen. 

Die behandelten Themen wie z.B. Burn- Out- Früherkennung, Suchtprävention, Konfliktlösung und Etablierung von Multiplikatoren, Erarbeitung von Coping- Strategien sind auch für andere Berufsgruppen und Organisationen relevant. Die Projektmodule werden nach der Projektlaufzeit in die Personalentwicklung des DRK Kreisverbandes Emmendingen aufgenommen werden. Dies wird auch durch die Ausbildung und den Einsatz der "Gesundheitspaten" gewährleistet. Die einzelnen Projektmodule werden mit spezifischer Modifizierung auch für andere Berufsgruppen im Sozial- und Gesundheitswesen einsetzbar sein, die von ähnlichen Rahmenbedingungen geprägt sind.

Die Zielsetzung und die konzeptionellen Bausteine des Projektes AGIRE beinhalten ebenso die Herstellung der Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern als grundlegendes Element. Die Konzeptentwicklung zu den einzelnen Maßnahmebreichen ist so ausgerichtet, dass geschlechtsspezifische Fragestellungen, daraus resultierende spezifische Inhalte und Methoden, sowie geschlechtsspezifische Maßnahmen abgeleitet werden können. 

In der Förderung der Kompetenzen der Führungskräfte wird ein Fokus darauf liegen, geschlechtsspezifische Verhaltensmuster und Lösungsstrategien kritisch zu hinterfragen und darauf aufbauend Alternativen zu entwickeln.

Die Maßnahmen der Personalentwicklung, die einen Schwerpunkt auf die Berufsgruppe der Rettungsassistenten legt, fokussieren somit auch insgesamt die Anforderungen, die sich im demografischen Wandel für die Akteure in der Sozialwirtschaft ergeben. 

Die Inhalte und Maßnahmen sind geeignet, um beispielhafte Konzepte der Personalentwicklung in Verbindung zu setzen mit der notwendigen Erweiterung gesundheitsförderlicher Maßnahmen für älter werdende Mitarbeiter in der Sozialwirtschaft. So ist bspw. angedacht systematische altersgemischte Teamentwicklung im Projekt AGIRE zu erproben und die jährlichen Gefährdungsanalysen und Betriebsbegehungen auch unter altersspezifischen Fragen durchzuführen. Die Gesamtkonzeption ist darauf ausgerichtet Konzepte der Verhaltens- und Verhältnisprävention bezogen auf die Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter/-innen des Rettungsdienstes zu erarbeiten. Good- Practice- Modelle werden nach der Projektphase in die Personalentwicklung einfließen und auf Dauer eingerichtet.